Berichte 2026
Sommer, Sonne, Sonnenschein in Hochheim am Main
„Das war ein heißes Event!“, brachte es der Sportwart des Segelclubs Hochheim bei der Siegerehrung treffend auf den Punkt.
Am 20. und 21. Juni 2026 fand in Hochheim der diesjährige Aquila-Cup statt. Als Sommerregatta sind wir ja warme Temperaturen beim Aquila-Cup gewohnt – doch dieses Jahr legte der Wettergott noch einmal eine Schippe drauf. Bei hochsommerlicher Hitze sorgte der leichte und unbeständige Wind am Samstag leider nur für wenig Abkühlung.
Trotz der schwierigen Bedingungen konnten zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Nach dem windreichen Wochenende zuvor in Gießen hätten sich viele Teilnehmer sicherlich gewünscht, ein wenig von dessen kräftiger Brise für Hochheim konserviert zu haben. Doch stattdessen war Geduld gefragt. Die Herausforderung bestand darin, jeden noch so kleinen Windhauch einzufangen und auf jede Richtungsänderung schnell zu reagieren. Mit viel Konzentration, Ausdauer und einer gehörigen Portion Schweiß wurden schließlich zwei gültige Wettfahrten gesegelt.
Nach dem Segeln half eigentlich nur noch eine Abkühlung im Main, um Sonnencreme, Schweiß und die Hitze des Tages wieder in den Griff zu bekommen.
Der Sonntag begann mit der Startvorbereitung um 10 Uhr. Über Nacht hatte der Regattaleiter die Hupe repariert, die am Samstag mit einem unerwarteten Doppelton bei einigen Teilnehmern für Irritationen gesorgt hatte. Die Motivation im Feld war groß: Alle wollten die noch etwas erträglicheren Vormittagsstunden nutzen, um weitere Wettfahrten vor der Mittagshitze zu absolvieren. An der Motivation mangelte es jedenfalls nicht. Insgesamt gab es vier Startversuche – leider ebenso viele Abbrüche. Es war wie verhext: Jedes Mal schien der Wind mit dem Startschuss zu verschwinden. So blieb es bei den beiden Wettfahrten vom Samstag.
Dennoch war es ein rundum gelungenes Wochenende. Die Teilnehmer erlebten eine schöne Regatta in entspannter Atmosphäre an einem idyllischen Ort am Main. Die hervorragende Verpflegung, die engagierte Organisation und eine Regattaleitung, die aus den schwierigen Bedingungen das Bestmögliche herausholte, trugen wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Wir freuen uns bereits auf das nächste Wiedersehen im September.







Aquila-Rangliste in Gießen – Wind, Wellen und viele Geschichten
Am 13. und 14. Juni traf sich die Aquila-Klasse am Dutenhofener See zur Aquila-Rangliste im Rahmen der Gießener Stadtmeisterschaft. Neben den acht gemeldeten Gießener Booten waren auch drei Mannschaften des SCHo am Start.
Schon die Wettervorhersage ließ keinen Zweifel: Es würde ein sportliches Wochenende werden. Der angekündigte kräftige Wind hielt, was er versprach.
Am Samstag konnten wir zwei Wettfahrten segeln. Wer die Dutenhofener See kennt, weiß: Die Bahnführung erfordert mitdenken, mitzählen und gleichzeitig schnell segeln – und dabei den beiden Inseln nicht allzu nahekommen.
Die erste Wettfahrt führte uns in drei Runden mit Dreieck und Schleife über den See. Begleitet wurden wir dabei von einem launischen Wind: Stark, böig und mit spontanen Richtungswechseln. Meine Wantenspanner sind mehrfach durch das Wasser gezogen worden, das passiert nicht häufig. Dreher von bis zu 90 Grad sorgten dafür, dass man sich nie zu sicher fühlen durfte. Wer gerade noch glaubte, den perfekten Schlag gefunden zu haben, durfte wenige Sekunden später seine Strategie komplett neu überdenken. Kurz gesagt: anspruchsvolle Bedingungen.
Für die zweite Wettfahrt war das Feld bereits etwas übersichtlicher geworden – angesichts der kraftraubenden Bedingungen wenig überraschend.
Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Bedingungen waren beide Wettfahrten geprägt von spannenden Positionskämpfen. Die Abstände im Ziel waren teilweise erstaunlich gering. Wer einen Blick auf die Ergebnisliste wirft, erkennt schnell, dass bis zum Schluss um jeden Platz gekämpft wurde. Da wurde gekreuzt, gedeckt, angegriffen und verteidigt, als ginge es um die Weltmeisterschaft. Immer mit der bekannten Aquila-Fairness und Rücksichtnahme aufeinander.
Gegen 17:30 Uhr waren die letzten Boote wieder an Land. Sogleich folgte eine Runde Segel waschen. Nach einer Kenterung hatte der Dutenhofener Seeschlamm für diesen Zwischenschritt gesorgt. Als Segel, Boote und Besatzungen wieder halbwegs präsentabel aussahen, konnte um 18:00 Uhr die Hauptversammlung der Aquila-Klassenvereinigung stattfinden. Dafür waren sogar drei weitere Segler aus Hochheim angereist.
Im Anschluss wurde der Grill angeheizt und das reichhaltige Salatbuffet eröffnet. Der Segeltag hatte für ausreichend Stoff für spektakuläre Geschichten gesorgt. Es war ein ausgesprochen schöner und geselliger Abend.
Der Sonntag begrüßte uns mit einer ersten Startbereitschaft um 10:30 Uhr. Erfreulicherweise schafften es alle pünktlich aus den Betten – eine Leistung, die nach einem langen Seglerabend durchaus Erwähnung verdient.
Auch der Wind hatte über Nacht offenbar etwas nachgedacht. Er war weiterhin kräftig, zeigte sich aber deutlich kooperativer als am Vortag. Die beiden Wettfahrten am Sonntag konnten bei hervorragendem Segelwetter durchgeführt werden. Endlich blieb auch einmal Zeit, die Strategie zu verfeinern, statt permanent darüber nachzudenken, aus welcher Richtung die nächste Böe wohl zuschlagen würde.
Damit ging ein rundum gelungenes Aquila-Wochenende zu Ende. Wie immer fühlten wir uns beim SCG84 ausgesprochen wohl. Hervorragende Bewirtung, große Gastfreundschaft und ein wunderschönes Revier machen Gießen jedes Jahr zu einem besonderen Termin im Kalender.
Unser herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des SCG84 sowie Familie Wörz.
Wir kommen immer wieder gerne an den Dutenhofener See zurück. Nach einem Wochenende voller Wind, spannender Wettfahrten und geselliger Stunden freuen wir uns schon auf die nächste Ausgabe – und sind gespannt, welche Ideen der Wind sich im September einfallen lasst.











Trainingswochenende am Altmühlsee – der Name war Programm
Vom 13.05. bis 18.05.2026 fand unser Segel-Trainingswochenende am Altmühlsee statt. Und man kann sagen: Die Veranstaltung hatte ihren Namen wirklich verdient.
Mit fünf Aquilen und einem „Begleitschiff“ machten wir uns auf den Weg zum Altmühlsee. Der See empfing uns zwar mit eher frischen Temperaturen, dafür aber mit ordentlich Wind – also genau den Bedingungen, die man sich für ein echtes Trainingswochenende wünscht.
Gesegelt wurde an jedem Tag. Mittags gab es meist eine gemeinsame Pause im Clubheim des YCAG, abends saßen wir gemütlich zusammen, tauschten Erfahrungen aus und ließen die Tage entspannt ausklingen. Die Stimmung in der Gruppe war hervorragend, alle verstanden sich bestens und hatten sichtbar Spaß miteinander. Ein besonderes Highlight war sicherlich der gemeinsame Grillabend auf dem Clubgelände, bei dem wir gleichzeitig auch den Geburtstag eines Teilnehmers feiern konnten.
Auf dem Wasser wurde intensiv trainiert: Crews wurden durchgetauscht, Boote gewechselt und viele kleine Kniffe und Techniken voneinander abgeschaut. Ganz nach dem Motto: „Sag mal – wie machst Du das eigentlich?“ Gerade diese Mischung aus gemeinsamem Üben, gegenseitigem Helfen und voneinander Lernen machte das Wochenende besonders wertvoll.
Der große See bot außerdem ideale Bedingungen für ausgiebige Spinnakerkurse. Entsprechend wurde auch das Spinnakersegeln intensiv geübt – inklusive zahlreicher Halsen. Platz genug wäre zwar gewesen, um weniger Manöver zu fahren, aber allein eine Crew brachte es im Laufe der Tage auf ungefähr 15 Spinnakerhalsen. Am Ende waren sich alle einig: Das war eine rundum gelungene Tour. Fünf Aquilen, viel Wind, viel Training und eine tolle Gemeinschaft – das möchten wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholen.













Aquila-Regattawochenende am Altmühlsee – Bratwurst, Boote und beste Stimmung
Am 02. – 03. Mai traf sich wieder eine motivierte Runde von Aquila-Seglerinnen und -Seglern am Altmühlsee zur mittlerweile schon traditionellen Bratwurstregatta. Dank des Feiertags am 01. Mai konnten alle Crews entspannt anreisen – ein echter Luxus, der ausgiebig genutzt wurde. Während einige schon die ersten Schläge über den See machten, wurde bei den anderen in aller Ruhe aufgebaut, gefachsimpelt und hier und da noch das Material optimiert.
Insgesamt gingen sieben Aquila-Boote an den Start. Besonders gefreut haben wir uns über unseren Überraschungsbesuch aus Österreich: Raoul und Maria Otter – schön, dass ihr dabei wart! Solche internationalen Begegnungen machen unsere Gemeinschaft immer wieder besonders.
Nachdem Boote und Nachtlager – etwas abseits vom offiziellen Parkplatz – eingerichtet waren, ging es am Freitag direkt in den gemütlichen Teil über. Das Wetter ließ uns dabei gerne ins Vereinsheim ausweichen, wo der Holzofen für eine wunderbar warme und gesellige Atmosphäre sorgte.
Der Samstagmorgen begrüßte uns mit herrlichem Wetter, auch wenn die Windvorhersage eher zurückhaltend war. Gegen 13:00 Uhr fiel schließlich der Startschuss. Gemeinsam mit einem Feld von zehn Monas-Booten bildeten wir die zweite Startgruppe. Anfangs noch mit soliden Windverhältnissen unterwegs, ließ der Wind bereits auf der ersten Kreuz deutlich nach. Dank Bahnverkürzung konnte die erste Wettfahrt dennoch gewertet werden – mit einem beeindruckenden Vorsprung für unsere österreichischen Gäste.
Eine zweite Wettfahrt musste leider abgebrochen werden, was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Der restliche Nachmittag wurde genutzt, um weiter entspannt über den See zu segeln und das herrliche Ambiente zu genießen.
Zurück an Land wartete das, worauf sich alle schon gefreut hatten: Bratwurst mit Sauerkraut. In geselliger Runde saßen wir noch lange an der großen Tafel vor dem Clubhaus zusammen. Als es dunkler wurde, sorgte das Feuerfass für eine stimmungsvolle Verlängerung eines rundum gelungenen Tages.
Der Sonntag begann etwas wolkiger – und leider genauso windarm. Trotz aller Bemühungen musste auch die dritte Wettfahrt abgebrochen werden. So ging es schließlich im gemütlichen Schneckentempo zurück zur Rampe. Dort zeigte sich einmal mehr der starke Zusammenhalt unserer Klasse: Gemeinsam wurden die Boote aus dem Wasser geholt und auf der Wiese vor dem Clubhaus abgebaut.
Einige ließen ihre Boote direkt vor Ort – in zwei Wochen steht bereits die nächste Veranstaltung an: unsere Altmühlsee-Clubtour, zu der natürlich alle Mitglieder der Klassenvereinigung herzlich eingeladen sind.
Ein ganz besonderer Dank geht an die engagierten und herzlichen Mitglieder des Yachtclub Ansbach-Gunzenhausen für die Ausrichtung dieses wunderbar entspannten Wochenendes. Oder, wie es ein Monas-Segler bei der Siegerehrung treffend formulierte: „Wir kommen wieder.“
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen – mit euch, euren Booten und hoffentlich einer ordentlichen Brise!












Regatta Termine 2026

